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BLOG Selbsthilfe Brustkrebs Chiemgau e.V.

Heilung -Wunder-Glaube

07.02.2015 in Allgemein

Langzeituntersuchungen und wissenschaftliche Vergleichsstudien zeigen auf, daß es zusätzlich zur Schulmedizin auch komplementäre Wege gibt die Heilung bringen. Wie das erklärbar ist zeigt der Film “Heilung jenseits der Schulmedizin“.
Auch in diesem Film von Kurt Langbein anhand seiner eigenen Krebserkrankung geht es um das  “Wunder Heilung” .
Es handelt sich dabei nicht immer nur um eine Frage des Glaubens, doch vereinfach dieser den Zugang und Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

AgathaBrötchen

 

Tag der Hl.Agatha

04.02.2015 in Allgemein

Immer am 5. Februar jährt sich der Gedenktag von „Sant`Agata“, bei uns bekannt als „Agatha von Catania“ oder “Hl Agatha”- ihr Name bedeutet „die Gute“.  Sie ist die Schutzheilige der Brustkrebspatientinnen.

Der Legende nach war sie ein sehr schönes Mädchen, Tochter einer wohlhabendenAgatha1 Familie in Sizilien, geboren 225 n.Ch. Noch jung entschloss sie sich, ihr Leben Gott zu weihen. Das äußere Zeichen hierfür, ein von den christlichen Jungfrauen getragenes rotes Tuch, wird ihr zum Verhängnis und ihr Martyrium beginnt: die Präfekten des römischen Stadthalters Quintianus greifen sie auf und bringen sie zu ihrem Herren. Anstatt sie in den Kerker zu werfen und ihr den Prozess zu machen verliebt dieser sich in die junge Frau. Sie aber weist all seine Verführungen, Umwerbungen und Zudringlichkeiten ab. Er lässt sie in ein Freudenhaus verschleppen und hofft, sie werde dort die Freuden der körperlichen Liebe erkennen. Doch sie bleibt standhaft und verlangt immer nur nach Christus. Daraufhin ließ sie der grausame Tyrann auf die Folterbank legen und auf das Schrecklichste quälen. Da er sie auch dadurch nicht zur Verleugnung Christi bringen konnte, befahl er sie an eine Säule zu binden und ihre die Brüste wegzureißen. Bei dieser unerhörten Grausamkeit rief ihm die standhafte Jungfrau zu: “Gottloser Tyrann, so ist dir nicht einmal mehr jener Ort mehr heilig, an welchen deine Mutter dich genährt hat!” Nach dieser Marter wurde sie wieder in das Gefängnis geworfen mit dem Befehl, weder die Wunden zu verbinden, noch ihr Nahrung zu reichen. Die Wunden heilen wie durch ein Wunder über Nacht. Im Kerker aber war ihr Petrus erschienen der mit den Worten ” Ich bin ein Apostel und im Namen unseres Herrn gebiete ich dir, dass du geheilt seist” – und so geschah es. Quintianus erfuhr, was sich mit Agatha im Kerker zugetragen hatte, aber statt die wunderbare Macht Christi anzuerkennen, schrieb er die Heilung der Jungfrau bösen Zauberkünsten zu, und so wird sie auf ein Bett aus glühenden Kohlen gelegt. Diese Marter überlebt Agatha nicht, wenig später stirbt sie.

Den plötzlichen Ausbruch des Ätnas genau ein Jahr nach Agathas Tod wertet die Bevölkerung der sizilianischen Stadt Catania daraufhin als ein Zeichen, eine Warnung des Himmels. Mit Agathas Schleier treten sie dem heranwälzenden Lavastrom entgegen, die Stadt bleibt wider Erwarten und wie durch ein Wunder von der Zerstörung verschont. „Sant`Agata“ wurde daraufhin zur Schutzpatronin der Stadt ernannt, und ihr Gedenktag auf den 5. Februar festgelegt. Auch in der orthodoxen, der syrisch-orthodoxen und der armenischen Kirche ist dies ihr Gedenktag. Agatha liegt im Dom zu Catania begraben, sie ist die Schutzpatronin nicht nur ihrer Heimatstadt, sondern auch der Ammen und Hirtinnen. Sie gilt als Helferin bei Brusterkrankungen,  Erdbeben und Feuersbrünsten. Auch die Malteser verehren sie, denn nach einer Überlieferung auf Malta gelang ihr zwischenzeitlich kurzfristig die Flucht dorthin ehe sie wieder gefangen und nach Sizilien zurückgebracht wurde. Als die Malteser sie währen einer drohenden Invasion anriefen, blieb die Insel verschont.

In den nördlicheren deutsch- sprachigen Gebieten sowie der Schweiz ist die „Heilige Agatha“ die Schutzpatronin der Feuerwehren, hat doch auch Sie die heißen Lavaströme gebannt. In bestimmten Gebieten ist sie öfter anzutreffen als der Hl. Florian. Die Meraner pilgern daher am 5. Februar zur Kirche St. Agatha in Lana, um Agatha darum zu bitten, die Stadt vor Feuersbrünsten zu verschonen.
Mit der Christianisierung kam Agathas Geschichte auch in den bayerischen Raum. Vielen Darstellungen zeigen sie mit den Attributen ihrer Folter – entweder 2 auf einem Teller liegenden Brüsten und/oder einer Zange – oder aber mit Schleier, Palmzweig, Ähren, Kerzen oder Fackeln . Diese verweisen unmittelbar auf die griechische Göttin Demeter (Ceres der Römer), die als “Getreidemutter” galt, dargestellt mit Ähren oder einer Fackel in den Händen und mit einem kurzen Schleier. Die griechischen Bewohner Siziliens verehrten Demeter auch tatsächlich unter dem Beinamen Agatha.

AgBrötchenIm 16. Jahrhundert gab es den Brauch der „Agathabrötchen“, das waren Brotleibe in Form kleiner Brüste. Die Zettel mit den Fürbitten wurden in die Brote gesteckt und so zur Weihe gebracht. Einer von vielen Agatha-Bräuchen ist das Dareichen von Agatha-Brot oder Brötchen in Form einer abgeschnittenen Brust. Der Genuss soll vor Krankheiten schützen. Dem Vieh wurde es im Frühling vor dem Almauftrieb verabreicht um damit den Milchfluss zu sichern. Ein Brötchen im Stall deponiert galt als Schutz- und Heilmittel. Ochsen erhielten die Gaben vor dem ersten Anspannen vor einem Plug und Kühe vor dem Kalben. Ein Brötchen im Haus dagegen sicherte die Ernährung mit Brot für die ganze Familie. Dieser Brauch erinnert an die gesegneten Osiris-Brote / Leib / Oblaten.

In der Schweiz ist der Brauch der „Agathenringli“ bis heute lebendig und wird vor allem in den Kantonen Freiburg, Appenzell und der Innerschweiz aufrechterhalten. In Vergessenheit geraten ist dagegen der Brauch der Agathazettel- auch „Agathenzettel“- die am 5.Februar gekauft werden konnten und anschließend geweiht wurden. Neben einer Darstellung der Heiligen Agatha war oft der Satz „ Mentem sanctam, spontaneam, honorem Deo et patriae liberationem“ („Du heiliges Gemüt, das Gott die Ehre gegeben und das Vaterland errettet hat“) auf dem Zettel abgedruckt. Auch Fürbitten in deutscher Sprache waren darauf zu lesen. Als Feuerbanner, in direkter Analogie zur Abwehr der Lavaströme des Ätna, wurden die geweihten Zettel an der Türe bzw. dem Türrahmen angebracht oder sie wurden ins Herdfeuer geworfen.

Lichtmess

29.01.2015 in Allgemein

Kommenden Sonntag, den 1. Februar findet ein Lichtmess-Gottesdienst mit Dr. Lothar Katz statt: um 18:00 Uhr in der Dorfkirche Seeon. Wir freuen uns auf Euer Kommen – gerne auch mit Euren Familien!
Zu Lichtmess beginnt etwas Neues -  in den Zeiten von Dunkelheit und Schwere taucht das Licht des Übergangs, der Veränderung in den Frühling und in die Hoffnung auf. So ist dieser Gottesdienst Auftakt für unseren neuen Gesprächskreis, der am Montag, den 2. Februar erstmalig stattfindet und Frauen mit erneuter Erkrankung, mit Metastasen oder einem Rezidiv ansprechen soll.

Lichtmess

©Foto: Michaela Dreier,Januar 2015

 

 

Zitrusdurft hemmt Leberkrebs

23.01.2015 in Allgemein

“Terpene als Hauptbestandteil ätherischer Öle können das Wachstum verschiedener Krebszellen hemmen”, so der einleitende Satz einer Pressemitteilung über eine kürzlich veröffentlichten Studie, durchgeführt von Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, Lehrstuhl für Zellphysiologie der Fakultät für Biologie und Biotechnologie der Ruhr-Universität. Die Hochschule gab den Text Anfang der Woche unter dem Titel “Zitrusduft hemmt Leberkrebs”  frei. Eliane Zimmermann, Aromatherapeutin und bekannt für ihren wissenschaftlichen Ansatz, erklärt dies so: ” Krebszellen verfügen über eine Art chemische Nase, die sich auf ihrer Zellhülle befindet. Leberkrebszellen reagieren mit Abscheu auf das Monoterpenalgehyd (-)-citronellal, das z.B. in Zitroneneukalyptus, in Zitronenmanuka, in Melisse und Citronella vorkommt, und stellen ihr Wachstum ein.”  Vor fünf Jahren war Eliane Zimmermann bei uns in Traunstein und hielt für interessierte Frauen einen Vortrag zum Thema  “antitumorale Wirkung ätherischer Öle”, dessen Inhalt  hier unter VortragAromatherapie zusammengefasst wurde (ziemlich umfassend). In diesem Vortrag verwies Eliane Zimmermann auch auf Mark Brudnak, Professor in Bristol, der bereits im Jahr 2000 in einer Studie an Ratten nachweisen konnte, dass sich mit ätherischen Ölen von Orangen bei Ratten Brustkrebs-Tumorzellen zurückbildeten. Hier der Link zur Studie (in englischer Sprache). Wer sich umfassender über die Verwendung ätherischer Öle und wissenschaftlicher Studien informieren möchte wird bestimmt fündig auf  Ihrem umfassenden blog “Aromatherapie & Aromapraxis”.

zitrusfrüchte

 

Wir in “Mamma Mia”

23.01.2015 in Allgemein

In der aktuellen “Mamma Mia”, dem Brustkrebsmagazin, das im gut sortierten Zeitungskiosk, im Buchhandel und auch online erhältlich ist, ist unsere Selbsthilfegruppe in einem ausführlichen Artikel über 2 Seiten vorgestellt:

MaMiCover   ArtikelMaMi

Denn: Lachen ist gesund!

18.01.2015 in Allgemein

Kommende Woche startet unser Agatha-Begleitprogramm. Den Auftakt macht am Donnerstag, den  22. Januar ein Lachyoga -Abend mit Birgit Godl. Beginn ist um 19:00 Uhr in der Wohlfühlwerkstatt, Stadtplatz 5, Traunstein. Bitte einfach spontan und ohne Voranmeldung kommen. Für Frauen, die von Brustkrebs betroffen sind, ist die Teilnahme kostenlos. Andere Frauen werden um eine Spende von  12,-€ gebeten.

Nach dem wundervollen, uns alle beglückenden Lach-Yoga –Abend mit Brigitte Godl im letzten Jahr, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Abend erneut anzubieten. Lach-Yoga ist ein einzigartiges Gesundheitstraining, bei dem ein Cocktail aus Glückshormonen freigesetzt wird. Lachen befreit und entspannt, senkt Stresshormone, verringert Schmerzen und stärkt das Immunsystem. Lach-Yoga ist ganz einfach und steckt garantiert jeden an. Wir lachen nicht weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich, weil wir lachen!“ Dieses Zitat stammt von Madan Kataria, einem praktischen Arzt und Yogalehrer aus Mumbai, der das Lachyoga weltweit verbreitete. Er verband Yogatechniken mit Lachübungen und entwickelte daraus eine Methode, die Menschen zum Lachen bringt. Beim Lachyoga wird ohne Zuhilfenahme von Witzen gelacht, denn nach Katarias Theorie ist die Wirkung des Lachens unabhängig vom Grund des Lachens. Es sei daher nicht notwendig, sich Witze zu erzählen. Durch Blickkontakt und Gruppendynamik entsteht ein echtes Lachen, das sich verbreitet. Die Ergebnisse der Lachforschung deuten darauf hin, dass Lachen gesund ist und das allgemeine Wohlempfinden steigert. Durch das Lachen werden entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen freigesetzt, Stresshormone abgebaut und das Immunsystem gestärkt.

Zur weiteren Information hier ein umfassender Artikel von Pia Mix.

 

Bestrahlung + Wächterlymphknoten – neue Standards ?

13.01.2015 in Allgemein

Beim jährlichen Brustkrebs-Symposium in San Antonio/USA wurden wieder wichtige Themen der Therapie diskutiert. Zu zwei Themen erklärte Professor Thorsten Kühn, Brustkrebsexperte im Klinikum Esslingen, Renate Haidinger von Brustkrebs Deutschland im Rahmen eines Interviews, die neuen Erkenntnisse.

Brustkrebs Strahlentherapie: Weviel und welche Methode? Hier werden neue Optionen diskutiert und Standards hinterfragt. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass nur in sehr geringem Ausmaß bestimmte Frauen davon profitieren: Frauen über 70, die einen Hormonrezeptor positiven, max. 2 Zentimeter großen Tumor hatten, gehören nicht dazu! Es habe sich ein Unterschied von nur 7 %  gezeigt, also 2 % Rückfälle in der Brust bei Bestrahlung , 9% Rückfälle ohne Bestrahlung. Ein Überlebensvorteil sei dadurch gar nicht erkennbar geworden, ebenso wenig ein Vorteil im Hinblick auf die Rate der letztendliche Brustamputation. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 91% , dass es zu keinem Rückfall kommt, müsse eine Frau also in die Entscheidung mit einbezogen werden. Komme es zu einem Rückfall,kann dies operiert werden ohne dass es das Überleben beeinträchtigt. “Wenn ich eine Patientin von 75 und mehr Jahren habe, dann ist deren Vorteil einer Bestrahlung sehr, sehr gering”, so der Brustkrebsexperte.

Zudem gibt es viele Hinweise, die darauf abzielen, die Intensität der Bestrahlung zu reduzieren, also sowohl die Dauer der Bestrahlung (drei statt fünf Wochen) als auch die Gesammtdosis, dafür aber die Einzelbestrahlung etwas zu erhöhen. Dies habe in Vergleichsstudien hervorragende Daten geliefert. Welche Auswirkungen das auf die Leitlinien habe, sei noch nicht ganz geklärt denn noch werde diesbezüglich wiedersprüchlich diskutiert, das müssen die Fachtherapeuten  noch gemeinsam bewerten und einen Konsens für eine Empfehlung finden.

Das Interview kann HIER angehört und angesehen werde.

PrKühn

Auch die Diagnostik über die Wächterlymphknoten sowie die Entfernung der Lymphknoten wurde diskutiert. Es zeichnet sich jedenfalls eine noch weniger radikale Chirurgie ab! Gerade im Hinblick auf die neuen Möglichkeiten der Untersuchung der Tumorbiologie wird die Bedeutung der Lymphknotenuntersuchung immer geringer. Das Interview kann auf Youtube  HIER angesehen werden.

 

Krebs – die beste Art zu sterben?

04.01.2015 in Allgemein

Richard Smith, ehemaliger Herausgeber des „British Medical Journal“ und Dozent an der Universität Warwick, löste kürzlich eine kontroverse Diskussion zum Thema Krebs aus: Der Tod durch Krebs sei die beste Art zu sterben, so Smith in einem Beitrag auf dem bmj-blog . Er unterscheidet vier Arten zu sterben: 1.den plötzliche Tod, bei dem kein Abschied möglich ist und nichts mehr geklärt, versöhnt, ausgesprochen werden kann. 2.den langsamen Tod durch Demenz, bei dem man sich selbst verliert. 3.den Auf-und-ab-Tod durch Organversagen, bei dem man sich ganz den Ärzten und der Apparatemedizin ausliefert. Und 4. den Krebstod. Dieser sei deshalb die beste Art zu sterben, so Prof Smith, da einem dann die Zeit bliebe, sich zu verabschieden, das eigene Leben zu reflektieren, Botschaften zu hinterlassen, vielleicht die besonderen Plätze ein letztes Mal zu besuchen, die liebsten Lieder zu hören, geliebte Gedichte zu lesen, und sich – entsprechend des eigenen Glaubens – darauf vorbereiten, seinen Schöpfer zu treffen. Dies sei zwar ein romantischer Blick auf das Sterben, aber „es lässt sich mit Liebe, Morphin und Whiskey erreichen“, so Smith.

Ich habe diese Aussage bereits auf meinem blog elami.de kommentiert.

 

Glück und Zuversicht!

02.01.2015 in Allgemein

Das Leitungsteam der Selbsthilfegruppe wünscht allen ein zufriedenes, gesegnetes 2015 –

ebenso Glück und Zuversicht!

Glück desshalb, da es bei der Erkrankung bzw. Nicht-Erkrankung von Krebs eine nicht unwesentliche Rolle spielt! So das Ergebnis einer Forschungsarbeit dreier Wissenschaftler, die zunächst einen Zusammenhang zwischen Umweltfaktoren und den Mutationen von Stammzellen belegen wollten. Bei jeder Zellteilung ist das Risiko für eine Mutation erhöht und damit die Ursache für einen späteren Krebs. Anhand der Stammzellen der Organe und deren Zellteilungsrate konnte das Forschungsteam mathematisch errechnen, dass in manchen Geweben und Organen häufiger Krebs entsteht als in anderen.Verglichen mit realen Krebsraten in der Bevölkerung zeigte sich, dass tatsächlich zwei Drittel aller Krebsarten sich auf  Teilungshäufigkeit von Stammzellen zurückführen lässt – und dass die Erkrankung an vielen Krebsarten einfach nur “biologisches Pech” ist. Für immerhin 22 von 31 Krebsarten ist dieser Zusammenhang mit den Daten des Forscherteams  nachgewiesen.Demnach  sind zwei Drittel aller Tumore unter Erwachsenen die Folge zufälliger, spontaner Mutationen im Erbgut. Nur in einem Drittel der Fälle sind erbliche Vorbelastung oder Umwelteinflüsse die Hauptursache.

Das Forscherteam: Bert Vogelstein Prof. f.Onkologie und Pathologie/ Cristian Tomasetti, Prof f.  Biomathematik, Biostatistik and Krebs-Genetik /Martin Nowak, Prof. f. Biologie und Mathematik,

Quelle:sciencemag.org  und : zeit.de/wissen/gesundheit

Dass sich in der weiblichen Brust durch die permanente hormonelle Veränderung, die sich monatlich wiederholt, eine häufige Zellteilung stattfindet, ist klar. Nun stellt sich aber die Frage: warum ist die Brustkrebsrate bei Frauen der westlichen Welt deutlich höher? Die Epidemologie zeigt , dass weltweit große Unterschiede in der Erkrankungshäufigkeit bestehen. Die höchsten Erkrankungsraten werden in Nordeuropa, den USA, Australien und Neuseeland beobachtet. Eine Frage von Glück und Pech? Oder doch auch der Umwelteinflüsse?

GrafikWeltweitGrafik:Tumorzentrum Aachen

mammographiescreening – Nutzen höher als gedacht

14.12.2014 in Allgemein

Das mammografie-screening wurde in diesem Jahr immer wieder hinterfragt und die Vorteile dieser Reihenuntersuchung in Frage gestellt. “Diese negativen Pressemeldungen stützen sich jedoch auf eine einseitige Datenlage”, betont Prof. Dr. med. Sylvia Heywang-Köbrunner, Expertin für Brustdiagnostik in München, in einem Interview mit Renate Haidinger von „Brustkrebs Deutschland“. Das Swiss Medical Board, das kein Expertengremium sei, habe hierzu entsprechende Meldungen veröffentlicht, sich dabei in erster Linie auf Daten des englischen „Cochrane Institutes“ bezogen, das wiederum erklärter Screening-Gegner ist.
Nach allen bisher vorhandenen Daten bewirkt das screening aber dennoch eine deutliche Prognoseverbesserung. Unabhängige Gremien wie das UK-Panel seien jetzt zu dem Schluß gekommen, dass es weiterhin Bedeutung habe und die Frauen diese Chance nutzen sollen da es seit Einführung des screenings eine Verminderung der Sterblichkeit in relevantem Ausmaß zu verzeichnen gibt. Prof. Dr. med. Heywang-Köbrunner erläutert dies in dem Interview näher: „… Im Jahr 2005, vor Einführung des screenings, wurden bei Frauen mit Brustkrebs im Alter zwischen 50-69 Jahren bei 55% der betroffenen Frauen Tumore in hohen Stadien – also Tumore größer als 2cm und/oder befallene Lymphknoten – behandelt. Jetzt sind es nur mehr 26% hohe Stadien. Darin liegt der Vorteil des screenings: Brustkrebs wird jetzt in kleinen bzw. frühen Stadien mit sehr guter Behandlungsoption gefunden!“ Die Expertin betont, „ ein Screening kann noch nicht alles lösen – aber so lange jährlich 15.100 Frauen in Deutschland an Brustkrebs sterben, sollte man Frauen das screening besonders im Hinblick auf die Chance der FRüherkennung empfehlen.“
„Screening bedeutet die Untersuchung von gesunden Frauen, die zunächst einmal nichts haben,“ erklärt Dr. med Ingo Bauerfeind aus Landshut zum Thema. Aus Ländern, in denen es das Screening-Programm schon länger gibt wie z.B. in Skandinavien, könne man einen statistisch signifikanten Vorteil nachweisen. „Allerdings sind die Zahlen fürs erste nicht so sehr beeindruckend“, so der Mediziner. „ Tatsache ist, ohne screening sterben nach einem bestimmten Zeitraum 5 von 1000 Frauen in der Altersgruppe 50 – 69 Jahre, mit Mammografie-screening sterben 4 von 1000 Frauen. Es hat also nur eine von 1000 Frauen einen Vorteil. Somit stellt sich die Frage: rentiert sich das? Aber: Hochgerechnet auf alle Frauen in Deutschland bedeutet dies  4000 bis 5000 Todesfälle im Jahr weniger – das ist vergleichbar mit den Todesfällen im Strassenverkehr! Dann ist es wiederum gar keine Frage, das Mammographie- screening zu befürworten“, so Dr. med Ingo Bauerfeind. Ein Problem sei aber die Traumatisierung der Frauen bei einer falschen positiv-Diagnose. Screening sollte daher eine Möglichkeit, ein Angebot an die Frauen dieser Altersgruppe sein und nicht per Gesetz vorgeschrieben werden. Zudem müssen die Frauen über die Möglichkeit des falschen Alarms gut aufgeklärt werden, ebenso über die reellen und guten Heilungschancen – und dann selbst entscheiden können.